Deal der Hoffnung für Julian Assange und die Pressefreiheit

Assange auf dem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London am 19. August 2012 | Foto: Wikipedia


Martina Michels, Sprecherin von Die Linke im Europaparlament und medienpolitische Sprecherin, zum heutigen Deal zur Freilassung von Julian Assange:

„In Zeiten, in denen Investigativjournalismus, Whistleblowing und Medienfreiheit weiter unter Druck sind, ist es ein gutes Zeichen, dass die entsetzliche Haft und viele der Anschuldigungen gegen Julian Assange nun bald der Vergangenheit angehören.“

„Die Entwicklung ist zweifelsohne auch durch den anhaltenden politischen Druck auf US-Justizbehörden durch Journalist*innen weltweit und durch Initiativen für die Freilassung von Julian Assange zustande gekommen. Ich bin stolz, dass auch meine Fraktion, gemeinsam mit Kolleg*innen aus anderen Fraktionen des Europaparlaments, an diesem politischen Druck beteiligt waren. Wir konnten Stella Assange mehrfach die Öffentlichkeit in Brüssel und Straßburg geben, um über die entsetzlichen Haftbedingungen und den weltweiten Einsatz für die Freilassung ihres Mannes zu berichten.“

„Jetzt steht ein Rehabilitierungsprozess aus, in dem nicht nur ein Ausgleich für Assanges angeschlagene Gesundheit im Mittelpunkt stehen muss. Genauso brauchen wir eine gesellschaftliche Aufarbeitung der juristischen Umstände des jetzigen Deals, der Schuldeingeständnisse abverlangte. Das Aufdecken von Geheiminformationen muss in den Kontext des realen Interesses der Allgemeinheit gestellt und als mutige Tat endlich anerkannt werden.“

Dieser Artikel ist zuerst auf DIE LINKE. im Europaparlament erschienen.